
7 Fehler, die du vermeiden willst, wenn du eine Challenge startest
Neues Jahr, neue Herausforderung, im wahrsten Sinne des Wortes. Denn ich hatte mir vorgenommen, meinen Kurs mit einer Challenge zu launchen. Eine Challenge starten heißt für mich: 5 Tage, 5 Aufgaben, 1 Ziel.
In meinem Fall lautete das Ziel "besser bei Google gefunden werden".
5 Tage waren für mich perfekt, denn so lange kann ich definitiv die Energie halten. Natürlich kann deine Challenge auch länger laufen, das hängt ein wenig von deinem Challenge Ziel ab, bzw. von dem Produkt, welches du im Anschluss verkaufen willst.
Genau darin liegt die Systemlogik: Eine Challenge ist kein Selbstzweck, sondern ein Launch-Werkzeug für dein Angebot. Sie funktioniert nur, wenn Ziel, Ablauf und dein nächster Schritt, zum Beispiel dein Freebie, von Anfang an zusammenpassen.
Ich hatte mich insofern auf das Thema Challenge vorbereitet, als dass ich in einem Kurs von Karin Wess schon das Thema mit abgehandelt hatte. Vorlagen sowie Ablaufplan hatte ich ebenfalls schon, ich brauchte sie nur abwandeln.
Doch die Tücken lagen ganz woanders, als ich vorher dachte. Und das lag nicht an mir persönlich, sondern an fehlender Struktur an genau den Stellen, an denen ich sie am wenigsten erwartet hätte.
Welche das waren und wie ich diese Hürden für mich gelöst habe, erfährst du hier.
- Eine Challenge ersetzt keine bezahlte Reichweite, sie ergänzt sie.
- Zu viele Kooperationen verwässern deine Challenge, statt sie zu stärken.
- Ohne genaue Kenntnis deiner Wunschkundinnen läufst du an ihrem eigentlichen Bedarf vorbei.
- Überforderte Teilnehmende bringen dir keine Käuferinnen.
- Ein unabhängiger Blick von außen macht deine Challenge qualitativ hochwertiger.
- Halte die Technik so einfach wie möglich, dein Inhalt trägt die Challenge, nicht das Tool.
In diesem Artikel erfährst du:
- Warum organische Reichweite allein deine Challenge nicht füllt
- Wie viele Kooperationen für deine Challenge wirklich sinnvoll sind
- Warum du die Bedürfnisse deiner Wunschkundinnen vor dem Start kennen musst
- Wie du deine Teilnehmenden nicht überforderst und trotzdem AHA-Momente lieferst
- Warum du deine Challenge nie ganz allein durchziehen solltest
1. Warum reicht organische Reichweite für deine Challenge nicht aus?
Übersicht
- 1. Warum reicht organische Reichweite für deine Challenge nicht aus?
- 2. Wie viele Kooperationen verträgt deine Challenge?
- 3. Kennst du die Bedürfnisse deiner Wunschkundinnen genau genug?
- 4. Woran erkennst du, dass du deine Teilnehmenden überforderst?
- 5. Wie sorgst du für echte AHA-Momente statt nur Begeisterung?
- 6. Warum solltest du deine Challenge nicht ohne Hilfe durchführen?
- 7. Wie einfach darf die Technik für deine Challenge wirklich sein?
- Fazit
- FAQ
- Wie lange sollte eine Challenge dauern?
- Brauche ich für eine Challenge bezahlte Werbung?
- Wie viele Kooperationspartnerinnen sind bei einer Challenge sinnvoll?
- Was mache ich, wenn meine Teilnehmerinnen unterschiedliche Vorkenntnisse haben?
- Kann ich eine Challenge auch ohne viele Technik-Kenntnisse durchführen?
Organische Reichweite bringt dir bei einer Challenge vor allem Menschen, die dich schon kennen. Willst du beim Challenge starten neue Zielgruppen erreichen, brauchst du zusätzlich bezahlte Werbung. Sie kostet Budget, öffnet dir aber Zugang zu Menschen, die dich und dein Angebot noch nicht kennen.
Organische Reichweite heißt, dass du deine Challenge ohne bezahlte Werbung (sogenannten Ads) bewirbst. Du teilst sie in all den Kanälen, auf denen du aktiv bist, z. B. auf Facebook, in den entsprechenden Facebook Gruppen, auf LinkedIn und machst in deinem Newsletter darauf aufmerksam. Doch es wird schwierig, hier neue Menschen in deine Challenge hineinzubekommen, die dich und dein Angebot noch nicht kennen. Doch genau das willst du ja. Zudem wird die organische Reichweite auf vielen Netzwerken gerade beschnitten, um dich zu bezahlter Werbung zu animieren. Wenn du also mehr Menschen in deiner Challenge haben willst, dann rate ich dir zu bezahlter Werbung. Der Aufwand, den du für eine Challenge betreibst, bleibt der gleiche, egal ob du in deiner Challenge 10, 100 oder 1.000 Menschen hast. Plane deshalb ein festes Werbebudget für deine Challenge ein, unabhängig davon, wie viele Menschen am Ende teilnehmen.
Kurz gesagt: Organische Reichweite hält dich in deiner bestehenden Bubble, bezahlte Reichweite öffnet dir neue Türen.
2. Wie viele Kooperationen verträgt deine Challenge?
Eine Möglichkeit organische Reichweite zu erhöhen, ist Kooperationen für deine Challenge einzugehen. So kommst du zum einen an neue Menschen, die dich noch nicht kennen und lieferst gleichzeitig Mehrwert, der zu deinem Challenge Thema passt. Da du ja soviel Menschen wie möglich in deine Challenge ziehen möchtest, bist du versucht, mehrere Kooperationen einzugehen. Mein Fehler war es, dass ich zu viele Kooperationen eingegangen bin.
Die passten zwar alle thematisch und ich habe sie in und um meine Challenge herumgelegt. Doch eine Kooperationspartnerin - Stephanie - fiel bei mir leider hintenüber. Meine Vorstellung war, dass ich das Thema Video noch in meiner SEO Challenge unterbringen könnte. Thematisch war das völlig logisch und passend. Praktisch war es jedoch so, dass meine Teilnehmerinnen schon genug mit ihren täglichen Aufgaben zu tun hatten, so dass jeder weitere Input zu viel gewesen wäre. Das hat sich jedoch erst im Laufe der Challenge gezeigt und da es meine allererste Challenge war, habe ich das nicht vorausgesehen.
Stephanie hatte mitten in ihrer eigenen Launchphase extra noch ein Video für mich produziert. Es kam für sie zur Unzeit, doch sie hat es übers Knie gebrochen (neben Homeschooling), weil sie es mir versprochen hatte.
Abgesehen davon, dass ich mit meiner Challenge vollauf beschäftigt war, hatte ich ein super schlechtes Gewissen ihr gegenüber und habe ihr erst nach Ablauf der Challenge geschrieben.
Das war eine Email, die mich auch echt Mut gekostet hat, doch tot stellen und ignorieren ist für mich keine Option.
Diese Lektion war für mich persönlich die bitterste, denn ich selbst hasse Unzuverlässigkeit und mir ist es wichtig, dass ich meine Zusagen halte.
Das konnte ich nicht, denn ich habe mich verschätzt. Nicht, weil mir die Sorgfalt fehlte, sondern weil ich vorher keine feste Grenze für die Anzahl paralleler Kooperationen festgelegt hatte.
Mein Learning daraus ist, dass ich lieber mehr Geld für Ads ausgebe, als Kooperationspartnern gegenüber wortbrüchig zu werden. Denn dieses Verhalten kostet mich, langfristig gesehen, mehr, als ich bei Werbeanzeigen ausgeben könnte.
Merke: Jede zusätzliche Kooperation ist ein weiterer Input für deine Teilnehmenden, nicht automatisch ein Mehrwert.
3. Kennst du die Bedürfnisse deiner Wunschkundinnen genau genug?
Das ist meiner Meinung ein Fehler, der dir eher am Anfang deines Business unterläuft. Denn wenn du ganz am Anfang stehst, kennst du mit hoher Wahrscheinlichkeit die Sorgen, Nöte oder Bedürfnisse einer Zielgruppe noch nicht so genau. Dementsprechend sind die Aufgaben, die du stellst und du bekommst die Challenger nicht auf den Weg der Transformation.
Ich sage bewusst Weg, denn du willst ja im Anschluss einen Kurs verkaufen, in dem du dann daran anknüpfst, um die Transformation zu beenden.
Die Menschen stehen an einem Ausgangspunkt, in meinem Beispiel: sie werden bei Google nicht gefunden.
Transformation: ich zeige dir, wie du besser bei Google gefunden wirst.
Weg der Transformation: welche ersten, kleinen Schritte muss ich machen, damit ich besser bei Google gefunden werde.
Anschließender Kurs: ich knüpfe an die ersten Challenge Erfolge an und führe zur Lösung.
Deine Challenge-Aufgaben sind nur so gut wie dein Verständnis vom Ausgangspunkt deiner Teilnehmenden. Ohne dieses Verständnis führst du an ihrem eigentlichen Bedarf vorbei.
Ergo: Je klarer du den Ausgangspunkt deiner Zielgruppe kennst, desto zielgerichteter werden deine Challenge-Aufgaben.
4. Woran erkennst du, dass du deine Teilnehmenden überforderst?
Das resultiert auch aus dem vorhergehenden Punkt: ich hatte meine Challenge Ladies falsch eingeschätzt. Ich hatte so viele Menschen dabei, die noch nie von SEO (Suchmaschinenoptimierung) gehört hatten, dass ich meine Aufgaben anpassen musste.
Ich wollte liefern, ich wollte zeigen, wie viele Facetten SEO hat, wie viele Möglichkeiten dir Google bietet, sichtbar und besser gefunden zu werden, ich wollte zeigen, dass ich vertrauenswürdig bin und mein Wissen teilen, dass ich auf dem besten Weg war, meine Teilnehmerinnen zu überfordern.
Also fiel Video SEO kurzfristig raus, mit den oben beschriebenen Konsequenzen für Stephanie.
Kurz gesagt: Weniger Umfang mit klarem Fokus bringt deinen Teilnehmenden mehr als viel Wissen ohne Anwendung.
5. Wie sorgst du für echte AHA-Momente statt nur Begeisterung?
Im Prinzip ist das die Kehrseite der gleichen Medaille: du gibst nur Wissen weiter, dass wir überall im Internet auch finden können. Du vergisst, die Verknüpfung aufzuzeigen, deinen eigenen Dreh mit einzubringen. Vielleicht kannst du es auch gar nicht, weil das Thema für dich selbst so neu ist, dass du voll Begeisterung zwar Aufmerksamkeit dafür wecken willst, doch das war´s auch.
Du schaffst es nicht, den Bogen zu spannen von der Theorie zur Praxis für deine Teilnehmenden. Deshalb bleibt es bei der Begeisterung: oh, das ist wirklich super, finde ich cool und was für eine geniale Möglichkeit!
Doch diese AHA-Momente: "wie nutze ich das für mich, was sind meine nächsten Schritte?" bleiben aus.
Auf den Punkt gebracht: Wissen alleine reicht nicht, deine Teilnehmenden brauchen den Transfer in ihren eigenen nächsten Schritt.
6. Warum solltest du deine Challenge nicht ohne Hilfe durchführen?
Damit meine ich jetzt nicht Kooperationen oder virtuelle Assistenten, sondern Feedback auf Augenhöhe von Menschen, die auch selbständig sind.
Mir stand jemand zur Seite, die meine Emails, meine Aufgaben und meine Landingpages vorab Korrektur gelesen hat.
Direkt nach meinen Facebook Live Sessions sind wir in die Nachbesprechnung auf Zoom gegangen. Ich erhielt von ihr einen wertvollen, unabhängigen Blick sowieso Verbesserungsvorschläge zu meinem Auftritt.
Sie ist nicht nur selbständig, sie ist Unternehmerin. Also eine Frau mit Personalverantwortung, die Monat für Monat erstmal den Umsatz für die Gehälter erwirtschaften musste.
Daraus ergibt sich zwangsläufig, dass sie regelmäßig sich selbst, ihre Prozesse und ihr Personal beobachten musste, um Verbesserungspotenzial zu entdecken. Gerade in einer so serviceorientierten Branche mit geringen Margen wie der Tourismusbranche.
Zusätzlich hat sie gelernt, wie sie Feedback gibt: empathisch, mit Feingefühl, auf Augenhöhe und lösungsorientiert.
Sie war für mich die perfekte Sparringspartnerin, die meine Challenge qualitativ hochwertiger für meine Teilnehmerinnen machte.
Ein unabhängiger Blick von außen deckt blinde Flecken auf, die dir in der eigenen Challenge nicht auffallen.
Merke: Eine Sparringspartnerin ersetzt keine Teilnehmerin, sie schärft aber die Qualität für alle Teilnehmerinnen.
7. Wie einfach darf die Technik für deine Challenge wirklich sein?
Halte es einfach. Punkt.
Wenn Technik zu deinen Schwächen zählt, dann konzentriere dich auf das Wesentliche: Internet, live gehen mit deinem Smartphone und deinem wertvollen, angemessenen Input.
Wenn diese drei Dinge stimmen, kann deine Challenge nur erfolgreich für alle Beteiligten werden.
Ja, natürlich ist es schön, wenn auf dem Bildschirm ein Countdown runterzählt, wenn du in Zoom deine Präsentation laufen lassen kannst oder deine wichtigsten Argumente nochmal hübsch von links nach rechts einfliegen.
Doch das solltest du alles VOR deiner Challenge ausprobieren, damit es klappt, wenn´s drauf ankommt.
Ansonsten empfehle ich dir, es minimalistisch zu halten. Für mich gibt es da nur wenige Ausnahmen, wenn deine Challenge sich um Technik dreht, denn dann bist du das Maß der Dinge.
Kurz gesagt: Halte es einfach, deine Challenge lebt von deinem Inhalt, nicht von deiner Technik.
- Struktur schlägt Zufall, bei Reichweite, bei Kooperationen und bei Technik.
- Kenn deine Wunschkundinnen, bevor du Aufgaben stellst.
- Hol dir einen unabhängigen Blick, bevor du live gehst.
Fazit
Eine Challenge starten ist viel Vorbereitungsarbeit und aufwändiger als ein Launch mit einem Webinar, doch mir persönlich gefällt diese Launchvariante (gerade bei meinen Themen) sehr gut. Ich kann mich täglich mit den Menschen austauschen, auf ihre individuellen Herausforderungen und ihre Nische eingehen und Vertrauen aufbauen.
Einerseits Vertrauen in mich und meine Fähigkeiten, dass ich spüre Ja! Ich kann den Teilnehmenden wirklich helfen! Andererseits merken die Challenger auch, dass ich wirklich Ahnung von meinem Thema habe und die Inhalte auch verständlich vermitteln kann.
Die 7 Fehler oben sind dabei kein Zeichen von persönlichem Versagen, sondern von fehlender Struktur an einzelnen Stellen. Genau diese Stellen kannst du dir vorher anschauen, dann läuft deine Challenge deutlich runder.
Kurz-Check für dich:
- Hast du ein festes Budget für bezahlte Reichweite eingeplant, unabhängig von deiner organischen Reichweite?
- Kennst du den genauen Ausgangspunkt deiner Wunschkundinnen, bevor du deine Aufgaben festlegst?
- Hast du dir eine unabhängige Sparringspartnerin für Feedback an Bord geholt?
FAQ
Wie lange sollte eine Challenge dauern?
Das hängt von deinem Ziel und deinem Produkt ab. 5 Tage waren für mich ideal, weil ich die Energie so lange halten konnte. Läuft deine Challenge länger, plane entsprechend mehr Kapazität für Betreuung ein.
Brauche ich für eine Challenge bezahlte Werbung?
Nicht zwingend, aber ohne sie erreichst du fast nur Menschen, die dich schon kennen. Willst du beim Challenge starten neue Zielgruppen gewinnen, ist ein festes Werbebudget sinnvoll.
Wie viele Kooperationspartnerinnen sind bei einer Challenge sinnvoll?
Weniger als du denkst. Jede zusätzliche Kooperation ist zusätzlicher Input für deine Teilnehmenden. Prüfe vorher, ob deine Challenge diesen Input überhaupt verarbeiten kann.
Was mache ich, wenn meine Teilnehmerinnen unterschiedliche Vorkenntnisse haben?
Richte deine Aufgaben am Ausgangspunkt der Mehrheit aus und biete zusätzliches Vertiefungsmaterial optional an, statt alles in die Pflichtaufgaben zu packen.
Kann ich eine Challenge auch ohne viele Technik-Kenntnisse durchführen?
Ja. Internet, Smartphone und guter Input reichen aus. Teste die Technik vor dem Start, dann bleibt sie im Hintergrund, und dein Inhalt steht im Vordergrund.