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7 Fehler, die du vermeiden willst, wenn du eine Challenge startest

Neues Jahr – neue Herausforderung, im wahrsten Sinne des Wortes. Denn ich hatte mir vorgenommen, meinen Kurs mit einer Challenge zu launchen.

5 Tage, 5 Aufgaben, 1 Ziel – in meinem Fall lautete das Ziel „deine Seite höher bei Google schieben“

5 Tage waren für mich perfekt, so lange kann ich definitiv die Energie halten. Natürlich kann deine Challenge auch länger laufen, das hängt ein wenig von deinem Challenge Ziel ab, bzw. von dem Produkt, welches du im Anschluss verkaufen willst.

Ich hatte mich insofern auf das Thema Challenge vorbereitet, als dass ich in einem Kurs von Karin Wess schon das Thema mit abgehandelt hatte. Vorlagen sowie Ablaufplan hatte ich ebenfalls schon, ich brauchte sie nur abwandeln.

Doch die Tücken lagen ganz woanders, als ich vorher dachte. Welche das waren und wie ich diese Hürden für mich gelöst habe, erfährst du hier.

2. Du gehst zu viele Kooperationen ein

Eine Möglichkeit organische Reichweite zu erhöhen, ist Kooperationen für deine Challenge einzugehen. So kommst du zum einen an neue Menschen, die dich noch nicht kennen und lieferst gleichzeitig Mehrwert, der zu deinem Challenge Thema passt.

Da du ja soviel Menschen wie möglich in deine Challenge ziehen möchtest, bist du versucht, mehrere Kooperationen einzugehen. Mein Fehler war es, dass ich zu viele Kooperationen eingegangen bin. Die passten zwar alle thematisch und ich habe sie in und um meine Challenge herumgelegt.

Doch eine Kooperationspartnerin, Stephanie Tilenius, fiel bei mir leider hintenüber.

Meine Vorstellung war, dass ich das Thema Video noch in meiner SEO Challenge unterbringen könnte. Thematisch war das völlig logisch und passend. Praktisch war es jedoch so, dass meine Teilnehmerinnen schon genug mit ihren täglichen Aufgaben zu tun hatten, so dass jeder weitere Input zu viel gewesen wäre.

Das hat sich jedoch erst im Laufe der Challenge gezeigt und da es meine allererste Challenge war, habe ich das nicht vorausgesehen.

Stephanie hatte mitten in ihrer eigenen Launchphase extra noch ein Video für mich produziert. Es kam für sie zur Unzeit, doch sie hat es übers Knie gebrochen (neben Homeschooling), weil sie es mir versprochen hatte.

Abgesehen davon, dass ich mit meiner Challenge vollauf beschäftigt war, hatte ich ein super schlechtes Gewissen ihr gegenüber und habe ihr erst nach Ablauf der Challenge geschrieben.

Das war eine Email, die mich auch echt Mut gekostet hat, doch tot stellen und ignorieren ist für mich keine Option.

Diese Lektion war für mich persönlich die bitterste, denn ich selbst hasse Unzuverlässigkeit und mir ist es wichtig, dass ich meine Zusagen halte.

Das konnte ich nicht, denn ich habe mich verschätzt.

Mein Learning daraus ist, dass ich lieber mehr Geld für Ads ausgebe, als Kooperationspartnern gegenüber wortbrüchig zu werden. Denn dieses Verhalten kostet mich – langfristig gesehen – mehr, als ich bei Werbeanzeigen ausgeben könnte.

3. Du kennst die Bedürfnisse deiner Herzensmenschen nicht genau

Das ist meiner Meinung ein Fehler, der dir eher am Anfang deines Business unterläuft.

Denn wenn du ganz am Anfang stehst, kennst du mit hoher Wahrscheinlichkeit die Sorgen, Nöte oder Bedürfnisse einer Zielgruppe noch nicht so genau. Dementsprechend sind die Aufgaben, die du stellst und du bekommst die Challenger nicht auf den Weg der Transformation.

Ich sage bewusst Weg, denn du willst ja im Anschluss einen Kurs verkaufen, in dem du dann daran anknüpfst, um die Transformation zu beenden.

Die Menschen stehen an einem Ausgangspunkt, in meinem Beispiel: sie werden bei Google nicht gefunden.

Transformation: ich zeige dir, wie du besser bei Google gefunden wirst.

Weg der Transformation: welche ersten, kleinen Schritte muss ich machen, damit ich besser bei Google gefunden werde.

Anschließender Kurs: ich knüpfe an die ersten Challenge Erfolge an und führe zur Lösung.

4. Du überforderst deine Teilnehmenden

Das resultiert auch aus dem vorhergehenden Punkt:

ich hatte meine Challenge Ladies falsch eingeschätzt. Ich hat so viele Menschen dabei, die noch nie von SEO (Suchmaschinenoptimierung) gehört hatten, dass ich meine Aufgaben anpassen musste.

Ich wollte liefern, ich wollte zeigen

  • wie viele Facetten SEO hat
  • wie viele Möglichkeiten dir Google bietet, sichtbar und besser gefunden zu werden,
  • dass ich vertrauenswürdig bin und
  • mein Wissen teilen,

dass ich auf dem besten Weg war, meine Teilnehmerinnen zu überfordern.

Also fiel Video SEO kurzfristig raus, mit den oben beschriebenen Konsequenzen für Stephanie.

5. Du bietest keine wirklichen AHA-Momente

Im Prinzip ist das die Kehrseite der gleichen Medaille: du gibst nur Wissen weiter, dass wir überall im Internet auch finden können. Du vergisst, die Verknüpfung aufzuzeigen, deinen eigenen Dreh mit einzubringen.

Vielleicht kannst du es auch gar nicht, weil das Thema für dich selbst so neu ist, dass du voll Begeisterung zwar Aufmerksamkeit dafür wecken willst, doch das war´s auch.

Du schaffst es nicht, den Bogen zu spannen von der Theorie zur Praxis für deine Teilnehmenden. Deshalb bleibt es bei der Begeisterung: oh, das ist wirklich super, finde ich cool und was für eine geniale Möglichkeit!

Doch diese AHA-Momente: „wie nutze ich das für mich, was sind meine nächsten Schritte?“ bleiben aus.

6. Du führst die Challenge ohne Hilfe durch

Damit meine ich jetzt nicht Kooperationen oder virtuelle Assistenten, sondern Feedback auf Augenhöhe von Menschen, die auch selbständig sind.

Mir stand Ulli Lang zur Seite, die meine Emails, meine Aufgaben und meine Landingpages vorab Korrektur gelesen hat.

Direkt nach meinen Facebook Live Sessions sind wir in die Nachbesprechung auf Zoom gegangen. Ich erhielt von Ulli einen wertvollen, unabhängigen Blick sowieso Verbesserungsvorschläge zu meinem Auftritt.

Ulli ist nicht nur selbständig, sie ist Unternehmerin. Also eine Frau mit Personalverantwortung, die Monat für Monat erstmal den Umsatz für die Gehälter erwirtschaften musste.

Daraus ergibt sich zwangsläufig, dass Ulli regelmäßig sich selbst, ihre Prozesse und ihr Personal beobachten musste, um Verbesserungspotenzial zu entdecken. Gerade in einer so serviceorientierten Branche mit geringen Margen wie der Tourismusbranche.

Zusätzlich hat sie gelernt, wie sie Feedback gibt: empathisch, mit Feingefühl, auf Augenhöhe und lösungsorientiert.

Sie war für mich die perfekte Sparringspartnerin, die meine Challenge qualitativ hochwertiger für meine Teilnehmerinnen machte. Das gute?

Du kannst sie dafür buchen!

7. Du überforderst dich mit der Technik

Halte es einfach – Punkt.

Wenn Technik zu deinen Schwächen zählt, dann konzentriere dich auf das Wesentliche – Internet, Facebook Live via deinem Smartphone und deinem wertvollen, angemessenen Input.

Wenn diese drei Dinge stimmen, kann deine Challenge nur erfolgreich für alle Beteiligten werden.

Ja, natürlich ist es schön, wenn auf dem Bildschirm ein Countdown runterzählt, wenn du in Zoom deine Präsentation laufen lassen kannst oder deine wichtigsten Argumente nochmal hübsch von links nach rechts einfliegen.

Doch das solltest du alles VOR deiner Challenge ausprobieren, damit es klappt, wenn´s drauf ankommt.

Ansonsten empfehle ich dir, es minimalistisch zu halten. Für mich gibt es da nur wenige Ausnahmen, wenn deine Challenge sich um Technik dreht, denn dann bist du das Maß der Dinge.

Fazit

Eine Challenge ist viel Vorbereitungsarbeit und aufwändiger als ein Launch mit einem Webinar, doch mir persönlich gefällt diese Launchvariante sehr viel besser. Ich kann mich täglich mit den Menschen austauschen, auf ihre individuellen Herausforderungen und ihre Nische eingehen und Vertrauen aufbauen.

Einerseits Vertrauen in mich und meine Fähigkeiten, dass ich spüre

Ja! Ich kann den Teilnehmenden wirklich helfen!

Andererseits merken die Challenger auch, dass ich wirklich Ahnung von meinem Thema habe und die Inhalte auch verständlich vermitteln kann.

Stress mit dem digitalen Kram?!

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