
Wie du eine neue Website planst, damit sie bei Google gefunden wird
Jay, meine Website ist seit acht Monaten online und es passiert einfach nichts.
Diese Sprachnachricht bekam ich letzte Woche von Mareike, einer Heilpraktikerin aus Köln. Wochen hatte sie in ihre Seite gesteckt: Texte gefeilt, Fotos gemacht, Farben ausgesucht. Und trotzdem null Anfragen über ihre Webseite.
Ich habe ihre Seite kurz angesehen und den Grund schnell gefunden. Mareike hatte eine schöne Website, aber bei Google gefunden werden war nie Teil ihres Plans. Ihre Webseite war quasi wie ein hübsches Ladenlokal in einer Seitengasse, die auf keiner Karte steht (analog gesprochen).
Genau hier beginnt der Denkfehler vieler selbständiger Frauen: Erst wird die Seite gebaut, dann über Sichtbarkeit nachgedacht. Diese Reihenfolge gehört umgedreht.
Sichtbarkeit ist weder Zufall noch Glück. Sie ist das Ergebnis einer klaren Planung, die vor der ersten Textzeile beginnt. Genau die sortieren wir jetzt gemeinsam.
In diesem Artikel erfährst du:
- warum die Reihenfolge beim Website-Aufbau über deine Sichtbarkeit entscheidet
- wie du mit klaren Zielen startest, statt ins Blaue zu bauen
- welche 15 Bausteine deine Seite für Google lesbar machen
- wie du mit einer Keyword-Recherche prüfst, ob sich der Aufwand überhaupt lohnt
- wie aus all dem eine Seitenstruktur entsteht, die Menschen und Google verstehen
Warum entscheidet die Reihenfolge darüber, ob du bei Google gefunden wirst?
Übersicht
- Warum entscheidet die Reihenfolge darüber, ob du bei Google gefunden wirst?
- Welches Ziel verfolgst du mit deiner Website wirklich?
- Wie tickt deine Wunschkundin, wenn sie bei Google sucht?
- Welche 15 Bausteine machen deine Website für Google lesbar?
- Wie findest du heraus, ob sich SEO für dich überhaupt lohnt?
- Wie wird aus all dem eine klare Seitenstruktur?
- Fazit
- Häufige Fragen
- Wie lange dauert es, bis eine neue Website bei Google gefunden wird?
- Brauche ich technisches Wissen, um meine Seite sichtbar zu machen?
- Was kostet es, bei Google gefunden zu werden?
- Reicht ein Blog, um sichtbar zu werden?
- Was, wenn meine Suchbegriffe kaum gesucht werden?
- Sichtbarkeit beginnt vor dem Bau der Website, nicht danach.
- Ohne klares Ziel fehlt der Maßstab, an dem sich Erfolg messen lässt.
- Bei Google gefunden werden ist Technik plus Inhalt, der zur Suche deiner Wunschkundin passt.
- Die Keyword-Recherche entscheidet, ob SEO für dich der richtige Weg ist.
- Eine durchdachte Seitenstruktur ist die Landkarte für Besucherinnen und für Google.
Bei Google gefunden werden gelingt, wenn die Planung vor dem Bau der Website steht. Wer zuerst Ziele und Suchbegriffe festlegt und die Seite danach aufbaut, gibt Google von Anfang an klare Signale. Wird die Reihenfolge umgedreht, fehlt die Grundlage und die Seite bleibt unsichtbar.
Mareikes Fehler ist der häufigste, den ich sehe:
Die Website entsteht zuerst, die Sichtbarkeit überhaupt nicht bedacht, doch sie muss schön aussehen (was auch immer schön heißen mag). Das ist, als würdest du ein Haus bauen, dann schön einrichten und erst beim Einzug fragen, ob überhaupt eine Straße hinführt.
Google braucht von Anfang an klare Hinweise, worum es auf deiner Seite geht. Diese Hinweise stecken in
- den Suchbegriffen aka den Worten, die deine Zielgruppe zur Suche nutzt,
- der Struktur der Seiten sowie der Texte
- und in der Technik.
Wer all das nachträglich einbaut, reißt die halbe Seite wieder ein.
Eine andere Kundin, Manuela, hat es umgekehrt gemacht. Bevor sie eine einzige Seite gestaltet hat, haben wir zwei Stunden in die Planung gesteckt:
- Ziel,
- Wunschkundin,
- Suchbegriffe.
Drei Monate nach dem Start stand sie für ihren wichtigsten Begriff auf Seite eins. Kein Hexenwerk, nur die richtige Reihenfolge.
Kurz gesagt: Sichtbarkeit ist Planung, die du vorne investierst, nicht hinten reparierst.
Welches Ziel verfolgst du mit deiner Website wirklich?
Bevor es um Technik oder Texte geht, steht eine unbequeme Frage im Raum: Was genau erwartest du von deiner Website?
Viele antworten mit „mehr Sichtbarkeit“ oder „mehr Kundinnen“. Das klingt gut, taugt aber nicht als Ziel, weil der Maßstab fehlt. Ein Ziel wird erst nützlich, wenn es in Zahlen steht.
Mach es konkret:
- Wie viele Anfragen pro Woche sind dein Ziel?
- Wie viel Umsatz im Monat soll die Seite anstoßen?
- Wie viele neue Newsletter-Eintragungen pro Monat?
Hinter diesen Zahlen steckt ein einfaches Bild, der Verkaufstrichter. Stell ihn dir wie einen Kaffeefilter vor:
oben laufen viele Besucherinnen hinein, unten tropft eine kleinere Zahl als Anfrage oder Kauf heraus.
Von 100 Besucherinnen wird vielleicht eine zur Kundin. Damit unten genug ankommt, muss oben genug hineinlaufen, und genau dafür ist Sichtbarkeit da.
Merke: Ein Ziel ohne Zahl ist ein Wunsch. Erst die Zahl macht daraus einen Maßstab.
Wie tickt deine Wunschkundin, wenn sie bei Google sucht?
Google zeigt deine Seite nur dann, wenn sie zu dem passt, was Menschen eingeben. Deshalb beginnt Sichtbarkeit nicht bei dir, sondern bei deiner Wunschkundin.
Frag dich konkret:
- Was ist ihr größtes Problem, das sie nachts wachhält?
- Welche Worte tippt sie ins Suchfeld, wenn sie eine Lösung sucht?
- Wo informiert sie sich sonst noch?
Hier passiert oft ein Bruch. Du als Expertin nennst dein Angebot „ganzheitliche Stressregulation“. Deine Wunschkundin tippt aber „immer müde und gereizt, was tun“ ins Suchfeld. Wenn deine Texte nur deine Fachsprache nutzen, findet ihr euch nie.
Eine Kundin, die Beratungen zu seelischer Gesundheit anbietet, hat genau das erlebt. Sobald sie ihre Seitentitel an die echten Suchbegriffe ihrer Frauen angepasst hat, kamen die ersten Anfragen über Google. Nicht weil ihr Angebot neu war, sondern weil die Worte endlich zueinander passten.
Auf den Punkt gebracht: Du wirst dort gefunden, wo du die Sprache deiner Wunschkundin sprichst, nicht deine eigene.
Welche 15 Bausteine machen deine Website für Google lesbar?
Jetzt wird es praktisch. Damit Google deine Seite überhaupt lesen und einordnen kann, braucht sie ein paar technische Grundlagen. Keine Sorge, dafür musst du nicht programmieren können. Sieh diese Liste als Checkliste, die du deiner Webdesignerin oder deinem Baukasten vorlegst.
- SSL, das Sicherheitsschloss deiner Seite. SSL ist eine Verschlüsselung, die Daten zwischen Besucherin und Website geschützt überträgt. Zweck: Vertrauen und ein kleiner Pluspunkt bei Google. Wie ein Brief im verschlossenen Umschlag statt einer offenen Postkarte. Du erkennst es am „https“ und am Schloss-Symbol in der Adresszeile.
- Responsive Design, die Seite, die sich anpasst. Responsive heißt, deine Seite passt sich automatisch an jedes Gerät an, vom großen Bildschirm bis zum Handy. Google bewertet vor allem die Handy-Ansicht. Wie Wasser, das die Form jedes Glases annimmt.
- Ladezeit. Wie schnell deine Seite erscheint. Google misst das über die Core Web Vitals, feste Messwerte für Tempo und Stabilität. Schnelle Seiten ranken besser. Niemand wartet gern an einer Ladentür, die klemmt. Das kannst du mit dem offiziellen Google Tool, den Page Speed Insights kostenlos nachmessen.
- Die Seite „Über mich“. Sie zeigt Besucherinnen, wer hinter der Website steht. Zweck: Vertrauen und Klarheit. Wie das Gesicht hinter dem Tresen, das einen Laden persönlich macht.
- Blog. Ein Ort für regelmäßig neue Inhalte. Jeder Artikel ist eine neue Chance, bei Google gefunden zu werden. Wie ein Schaufenster, das du immer wieder neu dekorierst.
- Eigene Seiten für jedes Angebot. Statt alles auf eine Seite zu packen, bekommt jedes Angebot seine eigene. So findet jede Besucherin gezielt, wonach sie sucht.
- Menü. Die klare Navigation deiner Seite. Wie das Inhaltsverzeichnis, das zeigt, was es alles gibt und wo es steht.
- Sitemap. Eine Sitemap ist ein Inhaltsverzeichnis deiner Website, das du bei Google einreichst. So findet Google alle Seiten schneller. Wie der Lageplan am Eingang eines Kaufhauses.
- Überschriften-Struktur. Überschriften ordnen deinen Text in Haupt- und Unterthemen, technisch H1 für den Haupttitel und H2 für die Abschnitte. Google und Leserin erkennen sofort die Gliederung. Wie Kapitelüberschriften in einem Buch.
- Title und Meta-Description. Der Title ist der blaue Klicktitel in den Suchergebnissen, die Meta-Description der kurze Text darunter. Beide entscheiden, ob jemand klickt. Wie Titel und Klappentext eines Buches.
- ALT-Texte für Bilder. Ein ALT-Text beschreibt in Worten, was auf einem Bild zu sehen ist. Google kann Bilder nicht sehen, nur lesen. Wie eine Bildunterschrift für jemanden, der das Foto nicht sieht.
- Breadcrumbs. Breadcrumbs sind die kleine Pfadanzeige am Seitenkopf, etwa Start, Blog, Artikel. Sie geben Orientierung. Wie die Brotkrumen aus dem Märchen, die den Weg zurück zeigen.
- Sprechende URLs. Die Adresse einer Seite, die das Thema schon verrät, etwa /seo-fuer-anfaengerinnen. Mensch und Google verstehen sofort, worum es geht. Wie ein klar beschriftetes Etikett auf einer Vorratsdose.
- 301-Weiterleitungen. Eine 301-Weiterleitung schickt Besucherinnen automatisch von einer alten Adresse zur neuen. So gehen weder Besucherinnen noch deine Google-Platzierung verloren, wenn sich eine Adresse ändert. Wie ein Nachsendeauftrag bei der Post.
- Strukturierte Daten. Das sind Zusatzinfos im Hintergrund (nach dem Standard Schema.org), die Google erklären, was ein Inhalt ist, etwa ein Rezept, ein Termin oder eine FAQ. So versteht Google den Inhalt genauer. Wie ein Steckbrief mit den wichtigsten Eckdaten auf einen Blick.
- Klarheit vor Technik: erst Ziel und Wunschkundin, dann Bau.
- Lesbarkeit für beide: Was Menschen hilft, hilft auch Google.
- Struktur vor Schönheit: Eine klare Ordnung schlägt jedes hübsche Detail.
Fazit: Diese Bausteine sind kein Technik-Selbstzweck, sondern die Sprache, in der deine Seite mit Google spricht.
Wie findest du heraus, ob sich SEO für dich überhaupt lohnt?
Bevor Wochen in Sichtbarkeit fließen, kommt der ehrlichste Schritt: die Keyword-Recherche. Keywords sind schlicht die Suchbegriffe, die deine Wunschkundin bei Google eintippt. Und SEO, kurz für Suchmaschinenoptimierung, ist die Arbeit, mit der deine Seite bei Google sichtbar wird.
Der Ablauf ist einfach. Du sammelst die Begriffe, nach denen deine Wunschkundin sucht, und prüfst mit einem Recherche-Werkzeug, wie oft sie im Monat eingegeben werden. Diese Zahl heißt Suchvolumen. Hier in diesem Beispiel habe ich das Suchvolumen mit einem kostenlosen Tool namens Ubersuggest herausgefunden, das du kostenlos im Chrome Browser installieren kannst.
Ein Beispiel: Bietest du Beratung für seelische Gesundheit an, prüfst du Begriffe wie „Stressbewältigung für Frauen“ oder „Hilfe bei innerer Unruhe“. Hat ein Begriff ein ordentliches Suchvolumen, lohnt sich der Aufwand. Findet niemand danach, läufst du ins Leere.
Diese Recherche ist deine erste echte SEO-Aufgabe, und sie gehört vor den Bau der Seite, nicht danach.
Ergo: Erst prüfen, dann bauen. Die Keyword-Recherche ist deine Versicherung gegen verschwendete Zeit.
Wie wird aus all dem eine klare Seitenstruktur?
Jetzt fügt sich alles zusammen. Aus Zielen, Wunschkundin und Suchbegriffen entsteht die Struktur deiner Website.
Halte sie in einem einfachen Dokument fest: welche Seiten es gibt, wie sie im Menü angeordnet sind und welcher Suchbegriff zu welcher Seite gehört. Dieses Dokument ist die Landkarte deiner Website.
Eine kleine Tabelle reicht völlig:
| Seite | Wichtiger Suchbegriff | Platz im Menü |
|---|---|---|
| Startseite | dein Name plus Hauptleistung | Position 1 |
| Angebot | dein wichtigstes Keyword | Position 2 |
| Blog | Themen deiner Wunschkundin | Position 3 |
| Über mich | dein Name | Position 4 |
| Kontakt | Ort plus Leistung | Position 5 |
Mit dieser Landkarte gehst du in den Bau, entscheidest dich z. B. für ein System wie WordPress und legst los, allein oder mit einer Profi an der Seite.
Unterm Strich: Wer die Struktur vorher zeichnet, baut die Website einmal richtig statt dreimal um.
Fazit
Eine Website, die gefunden wird, entsteht nicht beim Bauen, sondern beim Planen. Wer zuerst das Ziel festlegt, die Wunschkundin versteht und die passenden Suchbegriffe prüft, gibt Google von Anfang an die richtigen Signale. So wird aus bei Google gefunden werden kein Glücksspiel, sondern ein nachvollziehbarer Plan.
Die Technik dahinter ist Handwerk, kein Hexenwerk. Und die Struktur ist die Landkarte, die Besucherinnen und Google gleichermaßen den Weg zeigt.
- Kennst du das eine, messbare Ziel deiner Website?
- Weißt du, welche Worte deine Wunschkundin bei Google eintippt?
- Hast du geprüft, ob diese Begriffe genug Suchvolumen haben?
Häufige Fragen
Wie lange dauert es, bis eine neue Website bei Google gefunden wird?
In der Regel vergehen drei bis sechs Monate, bis Google eine neue Seite richtig einordnet. Diese Zeit lässt sich nicht erkaufen, mit sauberer Planung aber spürbar verkürzen.
Brauche ich technisches Wissen, um meine Seite sichtbar zu machen?
Nein. Die meisten Punkte erledigt ein guter Baukasten oder eine Webdesignerin. Dein Teil ist die Planung: Ziel, Wunschkundin und Suchbegriffe.
Was kostet es, bei Google gefunden zu werden?
Sichtbarkeit über Google kostet vor allem Zeit, nicht zwingend Geld. Ein Recherche-Werkzeug und ein solides Website-System reichen für den Start.
Reicht ein Blog, um sichtbar zu werden?
Ein Blog ist einer der stärksten Hebel, weil jeder Artikel eine neue Chance auf einen Suchbegriff ist. Allein trägt er nur, wenn die technische Basis und die Struktur stimmen.
Was, wenn meine Suchbegriffe kaum gesucht werden?
Dann ist SEO nicht dein wichtigster Kanal. Der Fokus liegt dann besser auf Empfehlungen, Netzwerken oder Social Media, während die Website schlank und klar bleibt.