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Core web vitals – was ist das & muss ich das haben?

Ganz kurz gesagt sind die Core Web Vitals die Vitaldaten deiner Webseite.

Google hat sie im Mai 2020 angekündigt, um die Nutzerfreundlichkeit deiner Webseite zu messen: also wie glücklich sind die Besuchenden, wenn sie auf deiner Webseite sind und damit interagieren. Im Mai/ Juni 2021 werden die Core Web Vitals (CWV) mit als Rankingfaktor aufgenommen, d. h. bis dahin hast du noch Zeit, deine Webseite zu checken und zu optimieren

Was sind die Core Web Vitals?

Sie gliedern sich in drei verschiedene Aspekte auf, die Google als wichtig für eine gute Nutzerfreundlichkeit ausgemacht hat:

  1. die Ladezeit deiner Webseite
  2. wie lange dauert es, bis ich mit deiner Webseite interagieren kann?
  3. verschieben sich irgendwelche Elemente deiner Webseite, während sie sich aufbaut?
Core_Web_Vitals Bedeutung
(Quelle: Google)

Das drückt Google in diesen drei Kennzahlen aus:

Largest Contentful Paint (LCP): sie misst die Dauer des Ladevorgangs, bis die Hauptinhalte einer Seite geladen sind. Deine Webseite sollte in 2,5 Sekunden oder schneller laden. Ja, auch deine. Denk dran: du wartest ungerne und anderen geht das ebenso.

First Input Delay (FID): dieser Wert misst, wie schnell sind Elemente deiner Webseite wie zum Beispiel Suchfelder und Buttons auf der Website klickbar. Fünf Mal auf einen Link zu klicken und es tut sich nichts, ist müßig. Bis 100 Millisekunden sind dabei für Nutzer okay.

Cumulative Layout Shift (CLS): dieser Wert zeigt an, wie stabil das Layout deiner Webseite ist und ob sich einzelne Elemente während der Nutzung verschieben. Du kennst es sicherlich aus eigener Erfahrung: du surfst eine Webseite an, willst dort etwas anklicken und genau DANN, während du klickst, schiebt sich der dicke rote Button dazwischen und du landest ganz woanders. Nervig! Google gibt dabei als Idealwert 0,1 oder niedriger vor.

Wie kann ich die Core Web Vitals messen?

Dazu stellt Google verschiedene Tools bereit.

Zum einen siehst du in deiner Google Search Console den neuen Punkt Nutzerfreundlichkeit von Seiten mit drei weiteren Unterpunkten, die das weiter aufschlüsseln und dir Hinweise geben.

Zum anderen gibt es die Pagespeed Insights, einem kostenlosen Tool, das die Ladezeit deiner Webseite ermittelt.

Das sind die zwei wohl bekanntesten Tools, doch Google will die Web Vitals nach und nach ihre jeweiligen Analyse Tools integrieren.

Die Analyse geht schnell und ist kostenlos.

Die Crux liegt jedoch darin, die Daten aus den Ergebnissen richtig einzuschätzen und die notwendigen Handlungen darauf basierend abzuleiten.

Für WordPress liefert die Suchmaschine sogar konkrete Hinweise, welche Einstellungen oder Plugins Probleme verursachen und wie du diese beheben kannst.

Google bestimmt die CWV getrennt für Mobile und Desktop. Meist sind deine mobilen CWV Werte schlechter als für die Desktop-Seite. Dies bewertet Google auch separat:

für die Webseite gibt es dann keine negativen Auswirkungen für die Rankings in den Desktop-Suchergebnissen, womöglich aber für die mobilen Rankings.

Das erklärte Google bereits im Oktober 2020 in seiner offiziellen SEO Sprechstunde auf deutsch.

Welche Auswirkungen hat das darauf, wie ich bei Google gefunden werde?

Diese Abbildung ist original von Google und zeigt, welche Faktoren zur Bestimmung des besten Suchergebnisses mit einfließen.

Mobile Friendly: kann man deine Webseite auf dem Smartphone gut lesen und bedienen? Wenn du das nicht weißt, dann mach diesen kostenlosen Test hier: https://search.google.com/test/mobile-friendly

Safe Browsing: Der Security Issues Report in der Search Console verrät dir, ob es Sicherheitsprobleme mit deiner Webseite gibt. Google will nsichere Websites im Internet aufspüren, um die Nutzer und Webbeitreibende zu benachrichtigen und vor möglichem Schaden zu bewahren.

HTTPS: spätestens seit der DSGVO bist du dazu verpflichtet, ein sogenanntes SSL-Zertifikat für deine Webseite zu verwenden. Die gibt es mittlerweile kostenlos und du erkennst eine sichere HTTPS-Verbindung an dem kleines Schloss neben der URL.

No Intrusive Interstitial: Vereinfacht gesagt sind das Pop-ups, die einen Großteil der Webseite oder gar den gesamten Inhalt deiner Seite verdecken.

Ganz oft nerven diese Cookie Hinweise, die sich über die ganze Webseite erstrecken, gerade, wenn du mit deinem Smartphone unterwegs bist.

Google stellt sich das mit dem Pop-Up eher so vor:

Ausnahmen gibt es hier nur für gesetzliche oder ethische Vorgaben, die ein Pop-up vorschreiben, zum Beispiel eine Altersverifikation.

Wann werden die Core Web Vitals eingeführt?

Laut der offiziellen Mitteilung von Google, werden die Signale, die aus den CWV kommen, ab Mai 2021 mit in das Ranking einfließen.

Fazit

Die Core Web Vitals basieren vorwiegend auf technischen Faktoren. Inhaltliche Aspekte bleiben hier völlig außen vor, das heißt:

Deine Inhalte und die Suchbegriffe (Content und Keywords) sind nach wie vor entscheidend, um bei Google gut gefunden zu werden.

Eine Webseite mit besonders relevanten Inhalten kann immer noch auf den ersten Plätzen landen, obwohl die CWV schlecht sind. Doch diese Werte sind quasi das Zünglein an der Waage, wenn zwei Webseiten inhaltlich ähnlich relevant sind.

Denn dann könnte die Webseite mit den besseren Core Web Vitals höher in den Suchergebnissen auftauchen.

Sie sind nicht alles, doch ignorieren kannst du sie auch nicht.

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