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SEO Trends 2021 – 7 Tipps, was dieses Jahr wirklich wichtig wird

Alle Jahre wieder kommt zu Jahresbeginn diese Frage wieder auf: SEO Trends 2021 – worauf sollte ich achten?

Ich habe für dich Ausschau gehalten, welche SEO Trends die internationalen SEO Größen wie Moz, Yoast oder Backlinko für 2021 prognostizieren und fasse sie hier für dich in diesem Blogartikel zusammen.

Für die meisten Webseiten ist SEO im Jahr 2021 nicht viel anders als in den vergangenen Jahren: Du musst immer noch die gleichen Dinge verbessern, doch du musst deine Messlatte höher legen.

Denn der Wettbewerb wird härter und Google – und damit auch deine potenziellen Kunden – wird immer besser darin, wahre Qualität zu erkennen.

Und so kommen wir nämlich zu dem Trend, bei dem sich alle SEO Profis einig sind:

Der große SEO Trend 2021 – Qualität ist am Wichtigsten

Da kann ich gut mitgehen. Denn für mich ganz persönlich ist Qualität sowieso wichtig, nicht nur wenn es um SEO, Webseiten oder Tools geht.

2021 dreht sich alles um Qualität und wie du mehr Qualität bietest. Überprüfe in all deinen Bereichen, wie du das erreichst.

Beginne ganz am Anfang und bestimme (nochmal neu?!), was genau du eigentlich machst. Überprüfe deine Produkte und Dienstleistungen und die Art und Weise, wie du sie beschreibst. Hast du Probleme zu beschreiben, was du tust? Dann geh vielleicht noch mal einen Schritt zurück.

Dein Produkt muss exzellent sein, denn es hat keinen Sinn zu versuchen, ein minderwertiges Produkt zu ranken (ranken – in den Google Suchergebnissen aufzutauchen). Niemand fällt darauf herein.

Ein gutes Produkt braucht eine gute Webseite und einen guten Plan, um diese Webseite bekannt zu machen.

Die Qualität deiner Webseite setzt sich aus zwei Grundpfeilern zusammen:

  1. Inhalte, auch Content genannt, dazu gehören die Blogartikel, Videos oder Infografiken auf deiner Webseite
  2. Technik, wie z. B. ein SEO optimiertes Theme, eine Webseite, die schnell lädt (gerade auch mobil) oder dass du strukturierte Daten einsetzt

1. Die Core Web Vitals

Die Core Web Vitals drücken aus, wie nutzerfreundlich eine Webseite ist. Google hat bereits im Sommer 2020 auf das Algorithmus-Update hingewiesen, was im Mai 2021 live gehen wird.

Google ist es wirklich wichtig, Webseiten zu beschleunigen und Menschen ein großartiges Nutzererlebnis zu bieten. Die Webseiten-Geschwindigkeit ist schon seit ein paar Jahren ein wichtiger Faktor, aber sie wird immer wichtiger werden.

Wenn du schon jetzt nicht mit deiner Konkurrenz mithalten kannst, wirst du es bald noch schwerer haben, wenn du deine Website weiter so langsam bleibt. Denn wenn deine Konkurrenz schneller wird, wirst du im Vergleich langsamer, auch wenn du alles beim Alten lässt.

Damit du weißt, wo du (oder der Webmensch deines Vertrauens) ansetzen musst, hat Google die Core Web Vitals eingeführt. Eine Reihe von Metriken, die dir helfen, ein Gefühl dafür zu bekommen, wie deine Website funktioniert. Es hilft dir zu verstehen, was du korrigieren und verbessern solltest.

Hier eine Übersicht von Google, die verschiedene Rankingfaktoren aufzeigt:

Dass deine Seite gut auf Smartphones funktioniert, du sie mit HTTPS verschlüsselst, auf die Sicherheit achtest und ohne störende Riesen-Popups auskommst, bleibt weiterhin wichtig.

Jetzt kommen noch weitere Punkte hinzu:

  1. Largest Contentful Paint (LCP): gibt die Ladezeit des Hauptinhalts an, der sich im Sichtfeld des Users befindet (gemessen in Millisekunden).
  2. First Input Delay (FID):  misst die Zeit bis zur ersten möglichen Interaktion des Users mit der Seite (z. B. Klick auf einen Link oder Dateneingabe in ein Formular; gemessen in Millisekunden).).
  3. Cumulative Layout Shift (CLS): gibt einen Wert an für Layout-Veränderungen des sichtbaren Seiteninhalts während des Ladevorgangs (gemessen in Millisekunden). Dieser Wert berücksichtigt, ob und wie stark sich der Inhalt nach dem Laden der Seite noch verändert.

Wie deine Webseite dabei abschneidet, erfährst du in den PageSpeed Insights, ein kostenloses Tool von Google, um die Geschwindigkeit deiner Webseite zu bestimmen. Google listet dir ebenfalls auf, was genau stört und zu ändern wäre.

Die Ergebnisse variieren je nach Webseite, deshalb gehe ich hier nicht weiter darauf ein.

2. Entwirre deine Seitenstruktur

Vielleicht wurde auch deine Webseite mal eben schnell gestartet und sie ist im Laufe der Zeit enorm gewachsen. Manchmal fühlen sich all diese Kategorien, Tags, Beiträge und Seiten wie die Wurzeln von Bäumen an, die einen Bürgersteig durchbrechen:

Es ist leicht, die Kontrolle zu verlieren.

Dabei ist es sowohl für deine Besucher als auch für Suchmaschinen besser, wenn du die Struktur deiner Webseite übersichtlich gestaltest. Alles sollte am richtigen Platz sein und wenn etwas alt, überholt oder veraltet ist, dann lösche es einfach oder verweise auf etwas Relevantes. Wie das geht zeige ich dir in meinem Blogartikel Veraltete Inhalte entfernen – so löscht du richtig.

Schenke deiner Seitenstruktur in diesem Jahr besondere Aufmerksamkeit. Überprüfe sie und frage dich,

  • ob alles noch da ist, wo es sein sollte, oder ob es Verbesserungen gibt?
  • Wie steht es um deine Cornerstone-Content-Strategie (also die Seiten, die die Eckpfeiler oder die Grundsteine deiner Webseite bilden)?
  • Ist deine interne Verlinkung auf dem neuesten Stand?
  • Bringen Weiterleitungen den Fluss deiner Seite durcheinander?

3. Überprüfe immer wieder: Was ist die Suchintention?

Die Suchabsicht ist das Warum hinter einer Suche:

  • Was will diese Person mit dieser Suche erreichen?
  • Ist es, um Informationen zu finden oder etwas zu kaufen?
  • Oder versucht sie vielleicht nur, eine bestimmte Internetseite zu finden. Oder ist es etwas ganz anderes?

Suchmaschinen werden immer besser darin, diese Absicht und das dazugehörige Nutzerverhalten zu verstehen. Dank des Durchbruchs in der Verarbeitung natürlicher Sprache (NLP oder natural language processing) mit BERT beginnen Suchmaschinen, die Sprache in- und auswendig zu verstehen.

Besser ist es, wenn du Google dabei hilfst, die richtige Version deiner Inhalte auszuwählen. Indem du die Absicht hinter einer Suche bestimmst, stimmst du deine Keyword-Strategie auf die spezifischen Absichten eines Suchenden ab. Ordne diese Absichten deinem Inhalt zu und du bist startklar.

Mehr zu den Suchabsichten findest du hier unter Optimiere deine Inhalte – ganz untechnisch.

4. Liefere Kontext – stelle Zusammenhänge her

Kontext ist eines der wichtigsten Wörter im Bereich SEO. Kontext ist das, was Suchmaschinen hilft, einen Sinn in deiner Webseiten-Welt zu finden. Dass es bei dir zum Beispiel um Bio-Äpfel anstatt Mac-Books geht.

Da Suchmaschinen immer intelligenter werden, wird es immer wichtiger, ihnen so viele zusammenhängende Informationen wie möglich zu liefern. Indem du Zusammenhänge zwischen deinem Thema und deiner Webseite anbietest, hilfst du Suchmaschinen, die Verbindung zwischen deinem Inhalt und wohin dieser Inhalt im großen weiten Internet passt, herzustellen.

Zum einen über die Texte, die du schreibst, zum anderen auch über Bilder, die du hochlädst, Videos, die du einbindest oder die Links, die du hinzufügst. Auch die Art und Weise, wie du diese Links hinzufügst, zeigen Suchmaschinen Zusammenhänge auf.

Indem du du dich nochmal mit deinem Angebot und deiner Zielgruppe beschäftigst, findest du vielleicht irgendwo eine Lücke darin. Vielleicht hast du dein Thema noch nicht vollständig erforscht. Oder vielleicht eine neue Sichtweisen entdeckt, oder die Pandemie hat dir einen Strich durch die Rechnung gemacht. Wer weiß!?

Bleib an deinem Thema dran und baue alles ein, was du findest und dir dient. Manchmal bedeutet das auch, dass du deine alten Inhalte noch einmal durchgehst, um Dinge zu aktualisieren, zu verbessern oder zu korrigieren – oder Dinge ganz zu löschen.

5. Was bedeutet E-A-T (Spoiler: es hat nichts mit Essen zu tun…)

E-A-T steht für

  • Expertise
  • Authority und
  • Trust,

zu deutsch: Expertise, Autorität und Vertrauenswürdigkeit.

Es ist laut Google ein wichtiger Faktor, um die Qualität deiner Webseite zu beurteilen.

Um das klarzustellen:

E-A-T ist schon seit Jahren ein Teil der Google Qualitäts-Richtlinien. Aber E-A-T erhält jetzt eine höhere Gewichtung als früher.

In Googles neuer Webseite Wie funktioniert die Google Suche wird zum Beispiel erwähnt, dass sie vertrauenswürdige, kompetente Quellen ranken wollen.

Besonders wichtig ist das für Webseiten aus dem YMYL-Bereich. YMYL steht für Your money or your life und bedeutet soviel wie dein Geld, dein Leben und für Google fallen alle Themen Gesundheits- und Finanz-Branche.

Doch wie machst du Google klar, dass deine Internetseite dazugehört?

Hier eine kleine Checkliste, was du tun kannst:

Expertise

Bist du ein Experte für dein Thema? Hast du Referenzen, um das zu beweisen? Hast du Vorträge auf Veranstaltungen gehalten? Wenn ja – wo finde ich das auf deiner Webseite?

Der Standard für Expertise hängt von dem Thema deiner Webseite ab. Ein Restaurantkritiker gilt dann als Experte, wenn er häufig Restaurants besucht, Essen liebt und dazu detaillierte, hilfreiche Restaurantbewertungen schreibt – er verfügt über alltägliches Fachwissen, dass du auch ohne formelle Schulung oder Ausbildung erlangst.

Autorität

Das bezieht sich auf die Person, die die Inhalte deiner Webseite erstellt. Zumeist bist du das selbst. Wenn du eine Autorität in einem Bereich bist, dann kennt man dich, weiß über deinen Hintergrund Bescheid und akzeptiert dich als gute Informationsquelle oder betrachtet dich sogar als führend in deiner Branche.

Vertrauenswürdigkeit

Das bezieht sich auf den Urheber der Inhalte genauso wie auf die Qualität des Inhalts und die Qualität der Webseite an sich (z. B. ohne Schadsoftware, sie lädt schnell, ist mobil gut zu bedienen)

6. Nutze strukturierte Daten für Rich Snippets

Strukturierte Daten mit schema.org machen deine Inhalte für Suchmaschinen sofort verständlich. Suchmaschinen verwenden strukturierte Daten, um Verbindungen zwischen Teilen deiner Internetseite und der Welt um sie herum herzustellen. Sie geben deinen Daten einen Kontext und ordnen ihn in verschiedene Kategorien ein.

Dadurch wird deine Seite einerseits leichter verständlich und andererseits eignet es dich dann für sogenannte Rich Snippets, auch Rich Results genannt.

Es gibt viele Arten von Rich-Results, von Sterne-Bewertungen bis hin zu Bild-Highlights, und Suchmaschinen bauen diese immer weiter aus. Strukturierte Daten bilden die Grundlage dafür.

Wie du siehst, stechen diese Ergebnisse direkt in den Suchmaschinen hervor, daher ist es wahrscheinlicher, dass diese Ergebnisse angeklickt werden.

Strukturierte Daten implementierst am leichtesten mit einem WordPress SEO Plugin wie Yoast, Rank Math oder SEOpress.

Wenn du dir schon die Mühe machst, Blogartikel zu schreiben (und ja, das kostet Zeit, Energie und Nerven), dann ist es nur ein kleiner Schritt mehr, den Artikel entsprechend auszuzeichnen.

Wenn du überprüfen willst, ob du das richtig gemacht hast, dann nutze dieses offizielle Google Testtool für strukturierte Daten.

Um bei den Featured Snippets brauchst du jedoch keine strukturierte Daten. Wie diese Snippets ausgewählt werden?

Laut Google funktioniert das so:

Hervorgehobene Snippets stammen aus den Ergebnissen der Websuche. Die automatisierten Systeme von Google bestimmen, ob eine Seite ein gutes hervorgehobenes Snippet für eine bestimmte Suchanfrage darstellt.

7. Google Passage Ranking

Seit Oktober 2020 setzt Google eine neue Technologie ein, Passage genannt. Sehr spezifische Suchanfragen können laut Google am schwierigsten zu beantworten sein, da manchmal der einzelne Satz, der deine Frage beantwortet, tief in einer Webseite vergraben sein kann.

Google ist jetzt in der Lage, nicht nur Webseiten zu indizieren, sondern ebenso einzelne Passagen aus den Seiten. Indem der Algorithmus die Relevanz einzelner Passagen und nicht nur die der gesamten Seite besser verstehen, findet die Suchmaschine für dich die sprichwörtliche Nadel im Informations-Heuhaufen.

Google prognostiziert, dass diese Technologie 7 % der Suchanfragen über alle Sprachen hinweg verbessern wird. Wie immer dauert es eine Weile, bis diese Technologie weltweit ausgerollt ist.

Wie kannst du Passage Ranking für dich nutzen?

Organisiere deine Blogartikel in separate Abschnitte.

Warum?

Google kann nun jeden Abschnitt wie eine Mini-Webseite betrachten. Das bedeutet, dass jeder Abschnitt ein bestimmtes Unterthema abdecken sollte.

Tipps (auch für Anfänger)

Investiere in ein professionelles SEO Tool wie Yoast, Rank Math oder SEOpress. Sicherlich gibt es noch andere WordPress SEO-Tools, ich habe hier nur diese aufgezählt, die ich persönlich kenne. Diese Tools unterstützen dich und dein SEO-Anstrengungen.
Ja, du kannst SEO auch ohne Tools machen, doch manchmal darf es auch leichter gehen (jedenfalls in meiner Vorstellung)
Wenn du gerade erst mit SEO anfängst, dann beschäftige dich als erstes mit der Suchintention und den Keywords, denn darauf baut einiges andere auf, zum Beispiel:

  • das Themengebiet, das du abdecken willst
  • der Kontext, mit dem du deine Blogartikel anreichen möchtest (Infografiken, schöne Fotos oder Videos?)
  • auf welchen sozialen Medien deine Zielgruppe unterwegs bist (eher Instagram, LinkedIn oder TikTok?)
  • wie du E-A-T für dich am besten lösen möchtest

Bestenfalls greift alles ineinander und du kannst einen Blogartikel schreiben, den mit Fotos/ Grafiken ergänzen und hältst Video-Vorträge, die dich als Expertin zeigen und auf YouTube hochgeladen wurden (die du natürlich umgehend auf deiner Webseite einbindest).

SEO Checkliste 2021

Also, hier für dich noch mal kurz und bündig zusammengefasst:

  1. Qualität ist am Wichtigsten – sowohl bei deinen Inhalten, wie auch der technische Aspekt deiner Webseite
  2. Die Core Web Vitals
  3. Entwirre deine Seitenstruktur
  4. Überprüfe immer wieder: was ist die Suchintention?
  5. Liefere Kontext – stelle Zusammenhänge her
  6. E-A-T & YMYL
  7. Nutze strukturierte Daten für Rich Snippets
  8. Google Passage Ranking

Fazit

Falls du noch auf ein Baukastensystem wie Wix oder Jimdo setzt, hast du nur wenig Einfluss auf dein SEO. Natürlich gibt es auch unzählige langsame WordPress Webseiten, doch hier habe ich sehr viele verschiedene Hebel, wo ich ansetzen kann, wenn ich bei Google besser gefunden werden will. SEO wird zunehmend wichtiger, denn die Seite, die weltweit am meisten aufgerufen wird, wo Menschen ihre Suche starten, ist Google.

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