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Angst vor der Kamera – so überwindest du deine Kamerascheu

Du hast Angst vor der Kamera zu stehen, doch seit Videokonferenzen in unseren Alltag eingezogen sind, geht es nicht mehr anders:

du musst einen Weg finden, entspannt vor der Kamera aufzutreten.

Selbstbewusst vor einer Kamera zu sprechen, ist für die meisten nicht selbstverständlich, nichts was uns in der Schule beigebracht worden wäre.

Es ist also völlig normal, dass du als Kamera Neuling bei Videos ein wenig nervös wirst.

Doch die gute Nachricht ist: Selbstbewusst vor die Kamera zu treten, erfordert lediglich etwas Zeit und Übung.

Du fragst dich, wie?

In diesem Blogbeitrag zeige ich dir 7 tolle Tipps, wie du deine Angst vor der Kamera überwindest, und im Handumdrehen mit Videos loslegst.

Lass uns starten!

1. Übung macht den Meister

Ja ich weiß, klingt super abgedroschen…

Wenn du Videoaufnahmen übst, steigert das dein Selbstvertrauen vor der Kamera enorm.

Außerdem erkennst du so eventuelle Fehler in deinem Skript und kannst sie korrigieren.

So erfährst du, wie du für dein erstes Video übst.

Wenn du ganz neu vor der Kamera bist oder dir nicht sicher bist, wie du vor der Kamera aussiehst oder klingst, mach mehr Videoanrufe mit deiner Familie oder deinen Freunden, um dich sicherer zu fühlen. Am besten nimmst du Apps, die du sowieso täglich nutzt: WhatsApp, Telegram oder den Facebook Messenger.

Übe vor dem Spiegel, um dein fotogenes Selbstbewusstsein zu stärken. Das hilft dir, dich selbst in vollem Umfang zu sehen, wie du wirkst und deine Schokoladenseiten zu finden.

Setze dich ein oder zwei Wochen bevor es ernst wird mit den Videos vor die Kamera und erzähle etwa 10-15 Minuten lang von deinem Tag. Nimm es auf und zeige es niemandem.

Die Idee dabei ist, dass du dir das Video anschließen noch einmal ansiehst und bemerkst, was du richtig machst und wo du dich verbessern kannst.

Stelle ein Foto deiner Lieblingsperson (mit der du dich am wohlsten fühlst) hinter die Kameralinse – nicht zu sehr darüber oder weit von der Kamera entfernt. Sprich bei der Aufnahme deines Videos direkt mit dieser Person.

Das hilft dir, deine Augen zu zentrieren, direkt in die Kamera zu schauen und deine Nerven zu beruhigen, damit du nicht herumfummeln musst.

Nimm Videos auf und teile sie mit engen Freunden. Wähle jemanden, der dir ein ehrliches und hilfreiches Feedback geben kann.

Drehe Videos nur für diese Person, damit sie dir sagen kann, was gut aussieht oder klingt und was nicht. Mach das so oft wie möglich, bis du dich gelassener fühlst.

2. Atme ein paar Mal tief durch

Nachdem du nun eine ganze Weile geübt hast, ist es an der Zeit, dein Video aufzunehmen. Doch bevor du auf die Aufnahmetaste drückst, nimm du dir einen Moment Zeit, um dich zu entspannen und dich sicherer zu fühlen.

Denn sobald du deine Kamera einschaltest, reagiert dein Körper so oder ähnlich: Nacken und Rücken verspannen sich, der Blutdruck steigt, Beine und Hände fangen an zu zittern … (bitte ergänze mit dem, was bei dir passiert…)

Das Ergebnis? Du erstarrst und vergisst alles, was du eigentlich sagen wolltest (das, was du ja bereits kennst und mit diesen Tipps hier vermeiden willst).

Hier gilt es, dein Gehirn mit einem Trick dazu zu bringen, sich zu entspannen. Wie das geht? Zum Beispiel mit tiefen Atemübungen. Versuche einige tiefe Atemzüge aus dem Bauch heraus zu machen, bevor du deine Stimme erhebst. Du kannst sogar deine Arme nach oben strecken, während du tief einatmest, damit passiert das fast automatisch.

3. Sprich langsamer

Wie wirkt jemand auf dich, der schnell und aufgeregt spricht?

Richtig, nervös oder ein wenig ängstlich.

Doch dein Sprechtempo entscheidet über dein ganzes Video entscheiden. Mir selbst fällt es auch unglaublich schwer, daran zu denken und mein Tempo immer wieder zu drosseln.

Vielleicht hast du eine super wichtige Botschaft, die du in deinem Video rüber bringen willst. Leider wird sie leider völlig untergehen, wenn niemand versteht was du sagst.

Wenn du zu schnell sprichst, erweckt das auch den Eindruck, du wolltest etwas verkaufen, anstatt dein Wissen weiterzugeben. Ein sehr unangenehmes Gefühl für beide Seiten.

Bevor also deine Worte aus dir herausschießen wie bei einem Maschinengewehr, atme nochmal durch. Sprich langsam und bedächtig, ruhig etwas langsamer, als du es normalerweise tun würdest.

Lege Pausen ein, gerade nach wichtigen Aussagen, damit betonst du ihre Wirkung.

Wenn du langsamer redest, fühlst du dich entspannter und wirkst verständlicher. Außerdem wirkst du selbstbewusster in dem, was du sagst.

Du hast das Gefühl, dass sich das Video unnötig in die Länge zieht? Dann denke daran, dass die Zuschauer es mit bis zu 2-facher Geschwindigkeit abspielen können, wenn sie wollen.

4. Stress dich nicht wegen kleiner Fehler

Auch wenn du gefühlt schon eine Million Mal geübt hast, werden dir Fehler unterlaufen, sobald die Kamera läuft. Selbst Profis passiert das, denn das ist menschlich!

Viele Menschen wollen zwar Videos erstellen, doch sie glauben, dass ihre Inhalte von Anfang an perfekt sein müssen. Aus diesem Grund fangen sie nie an.

Denn wenn du nie wagst nur halbperfekt anzufangen, wirst du nie die Kraft und Wirkung von Videos erleben. Wenn du dich mit deinen kleinen Fehlern wie ähms und öööhms abfindest, klingt deine Botschaft menschlicher.

Denke daran, dass es mit Videos genaus so ist wie mit anderen Dingen auch:

an manchen Tagen wirst du dich großartig fühlen.

An anderen Tagen wirst du dich nicht konzentrieren können.

Es ist unwahrscheinlich, dass du es beim ersten Mal alles richtig hinbekommst. Doch dieser Moment wird kommen.

5. Fühl dich selbstbewusst durch Gesten

Was soll ich mit meinen Händen vor der Kamera machen? Gestikuliere ich zu viel oder wirke ich steif?

Handgesten sind eine fantastische Möglichkeit, das, was du mit Worten sagst, visuell zu ergänzen. Sie sind ein Teil dessen, was uns menschlich macht, und helfen deinen Zuschauern, sich mit dir zu verbinden.

Wenn du mit Menschen sprichst die dir gegenüber stehen, bewegst du deine Hände, um etwas zu betonen. Doch sobald du vor der Linse stehst, erstarrst du.

Ja, es ist schwierig, sich natürlich zu verhalten, wenn man nervös ist. Oder sich den nächsten Satz zu merken und zeitgleich zu überlegen, welche Geste man verwenden soll.

Du fragst dich, wie man Handgesten richtig einsetzt? Beherzige diese Tipps:

Bist du jemand, der normalerweise gestikuliert? Dann mach das auch vor der Kamera. Übertreibe es nicht. Vermeide es, deine Hände hinter dem Rücken zu verschränken – das sieht aus, als wolltest du etwas verbergen. Verschränkst du die Fingerspitzen beider Hände, die Arme vor der Brust oder berührst du dein Gesicht oder deinen Hals, deutet das auf Angst oder Nervosität hin.

Gibt es dir Sicherheit etwas in der Hand zu halten? Dann achte darauf, dass es visuell mit dem Thema deines Videos verbunden ist. Ich habe dafür gerne einen Fächer neben mir liegen (perfekt im Sommer) oder einen bestimmten Kugelschreiber, damit ich mir Notizen machen oder abhaken kann.

6. Fühl dich wohl in deiner Kleidung

Die Art und Weise, wie du dich kleidest, stärkt dein Selbstbewusstsein und das merkt man dir an. Aber was ist die perfekte Video-Kleidung?

Leider gibt es darauf keine richtige Antwort.

Wichtig ist, dass du ein Outfit wählst, in dem du dich wohl fühlst, das gut sitzt, bequem ist und zum Thema des Videos passt.

Handelt es sich um eine Geschäftspräsentation, ist ein Anzug oder Kostüm die beste Wahl. Geht es um ein zwangloses Treffen mit Kollegen, sind T-Shirt und eine Jeans vielleicht angemessen.

Apropos Farben: du solltest dich für einfarbige Oberteile entscheiden.

Einige Muster führen auf der Kamera zu Verzerrungen: kleine Drucke, Karomuster, schmale Streifen, Karos, Zickzackmuster usw. Vermeide diese so weit wie möglich.

Da ich nicht immer wieder neu überlegen wollte, was ich anziehen soll, habe ich mich für ein Video Outfit entschieden:

schwarzes Oberteil, meine Brille, schnelles Augen Make Up und einen roten Lippenstift. Das sind meine Lieblingsfarben und sie finden sich überall wieder.

7. Die perfekte Beleuchtung

Egal, ob du in einem Studio, einem Büro oder im Freien filmst, eine gute Beleuchtung ist unglaublich wichtig.

Das schmeichelhafteste Licht trifft dich entweder von vorne oder von der Seite. Setze dich an ein Fenster, um natürliches Tagelicht zu nutzen. Wenn der Raum keine Fenster hat, stelle eine Lampe oder eine ähnliche Lichtquelle hinter deinem Bildschirm auf.

Sei authentisch!

Michael Kernis und Briand Goldman von der Universität Georgia benannten vier Kriterien, anhand derer Authentizität für sich selbst erlebt wird:

  1. Bewusstsein – Das Wissen um eigene Stärken, Schwächen, Gefühle und Motive. Selbstreflexion erlaubt es, das eigene Handeln zu erleben und zu beeinflussen.
  2. Ehrlichkeit – Authentizität erfordert, die Realität und auch die unangenehmen Erkenntnisse daraus zu akzeptieren.
  3. Konsequenzen – Wer Werte hat, handelt danach – selbst dann, wenn dadurch Nachteile entstehen.
  4. Aufrichtigkeit – Show endet bei der Authentizität. Wer authentisch ist, zeigt Größe – auch angesichts der eigenen Schwächen oder Fehler.

Falls du professionelle Unterstützung suchst, kann ich dir Stephanie Tilenius empfehlen.

Fazit – weniger Angst vor der Kamera

Alle haben Angst, wenn sie zum ersten Mal ein Video aufnehmen. Die gute Nachricht ist: das geht vorbei. Wie bei allen anderen Dingen auch, brauchst du für perfekte Videos etwas Übung.

Egal ob es um Zoom-Konferenzen oder Live-Streams auf YouTube, Facebook oder Instagram geht: wichtig ist, dass du anfängst deine Angst vor der Kamera in den Griff zu bekommen.

Und der beste Zeitpunkt dafür ist jetzt.

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